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Anpassung der Asthmamedikamente an die Krankheitsentwicklung

Häufig können die Asthmamittel nach einer gewissen Zeit der Behandlung einem veränderten Bedarf angepasst werden. Sind zu Beginn der Behandlung noch viele Mittel nötig, so kann es sein, dass nach mehreren Behandlungsmonaten die Beschwerden nicht mehr auftreten, man durchschlafen kann und auch Sport ohne Luftnot und Hustenanfälle ausgeübt werden kann. In diesem Fall kann es möglich sein, dass die Kontrolle des Asthmas auch mit weniger Medikamenten möglich ist.

Folgende Möglichkeiten sind denkbar:

1. Der Übertritt von Schweregrad III auf Schwergrad II

Zu Beginn der Therapie war man auf die Anwendung eines inhalativen Kortisons, das der Atemwegsentzündung entgegenwirkt, und auf ein langwirksames Beta-2-Mimetikum, welches die Bronchien erweitert, angewiesen. Nachdem die Kortisontherapie greift, wird evtl. das Bronchien erweiternde Medikament nicht mehr benötigt.

2. Wechsel von Schweregrad IV zu Schweregrad III

Am Anfang der Behandlung eines Schweregrad IV-Asthmas ist man sogar auf Kortisontabletten angewiesen ist, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen. Wirken nach einiger Zeit die Therapieoptionen, ist es möglich, dass die Dosis der Kortisontabletten reduziert werden kann oder diese sogar durch inhalative Kortikosteroide ersetzt werden können.

3. Reduzierung der Medikamentenanzahl innerhalb von Schweregrad III

Bei Behandlungsbeginn war es bsp. nötig, neben dem inhalativen Kortison auch alle anderen bei Schweregrad möglichen Medikamente - langwirksames Beta-2-Mimetikum, Theophyllin, Leukotrienhemmer - einzunehmen. Greift die antientzündliche Wirkung des Kortisons, so kann es möglich sein, dass der Leukotrienhemmer und/oder das Theophyllin abgesetzt werden können, ohne dass es wieder zu Beschwerden kommt.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 26.11.2009

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