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Asthma Definition

Asthma bronchiale ist eine entzündliche Atemwegserkrankung, die mit einer gesteigerten Empfindlichkeit der Atemwege auf zahlreiche Reize und einer spontan oder medikamentös reversiblen Bronchokonstriktion einhergeht.

Erklärung
Man versteht darunter also eine variable, vorübergehende Verlegung der Atemwege durch eine Engstellung der Bronchien infolge Entzündung und bronchialer Hyperreagibilität. Die bronchiale Entzündungsreaktion geht einher mit der Trias Bronchokonstriktion, (Engstellung der Bronchien), Schleimhautödem (Schwellung), Mukostase (Ansammlung von zähem Schleim in den Bronchien -> Verstopfung). Das hyperreagible Bronchialsystem ist der Vorläufer des manifesten Asthma bronchiale und sollte deshalb möglichst früh diagnostiziert und behandelt werden. Wichtigste Auslöser des hyperreagible Bronchialsystems sind die Allergie des Atmungstraktes gegenüber inhalativen Allergenen, gefolgt von viralen Atemwegsinfekten und Inhalation chemisch irritativer Noxen. All diese Stimuli führen zu einer Entzündung der Bronchialschleimhaut. Klinisch zeigt sich das hyperreagible Bronchialsystem durch eine überschießende Bronchokonstriktion auf unterschiedliche Reize (Triggerfaktoren).

Leitsymptom des Asthma bronchiale ist eine anfallsartig auftretende Atemnot mit Husten und Expektoration von zähem, glasigem Schleim.

Man unterscheidet das so genannte extrinsische oder allergische Asthma vom intrinsischen, nichtallergischen Asthma. Beim Asthma spielen sowohl genetische wie auch Umweltfaktoren eine große Rolle, sowie verschiedene Auslöser eines Asthmaanfalles. Die ursprünglichen Auslöser der beiden Asthmaformen unterscheiden sich:

Extrinsisches / allergisches Asthma
1) Durch allergisierende Stoffe in der Umwelt
2) Durch allergisierende Stoffe in der Arbeitswelt (Berufskrankheit BK-Nr. 4301)

Intrinsisches / nichtallergisches Asthma
1) Durch Atemwegsinfektion
2) Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe (BK-Nr. 4302)
3) Durch gastroösophagealen Reflux ("Sodbrennen")
4) Durch Anstrengung (v.a. bei Kindern und Jugendlichen)
5) Pseudoallergische Reaktion durch Analgetika (z.B. Aspirin)

Die Häufigkeit beider Formen liegt bei ca. 10 %, 80 % der Betroffenen leiden an einer Mischform. Im Alter > 45 Jahre überwiegt das Infektasthma, im Kindes- und Jugendalter das rein allergische Asthma, das in den letzten Jahren stetig an Häufigkeit zunimmt. Das Auftreten in der Bevölkerung beträgt ca. 5%, bis zu 10% der Kinder leiden an Asthma bronchiale, etwa 15% der Bevölkerung haben eine unspezifische bronchiale Überempfindlichkeit.

Unterscheidung allergisches / nichtallergisches Asthma:

  Allergisches Asthma Nichtallergisches Asthma
Atopiker in der Familie Sehr häufig  
Allergische Rhinitis / Konjunktivitis Sehr häufig  
Überempfindlichkeit gegenüber Analgetika - Häufig
Spezifisches IgE i. Serum erhöht Ja -
Positiver Haut- u-/o- Provokationstest Ja -
Krankheitsbeginn Vorwiegend Kindesalter Vorwiegend Erwachsenenalter

Prognose
Asthma bei Kindern: Ausheilung in ca. 50% der Fälle Asthma bei Erwachsenen: Ausheilung in ca. 20% der Fälle, Besserung in ca. 40%. Eine konsequente längerfristige Therapie mit inhalativen Glukocortikoiden kann die Prognose entscheidend verbessern!

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